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Michael Simon arbeitet seit 1983 als Bühnenbildner und Lichtdesigner für Oper, Tanz und Schauspiel. 

unter anderem für Choreografen wie William Forsythe und Jiří Kylián, Regisseure wie Christopf Nel, Stefan Pucher, Stefan Bachmann oder Peter Greenaway, Pierre Audi, ob in Amsterdam, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Paris und Tokyo – seine Entwürfe schaffen Räume, in denen sich Bewegung, Musik und Bild auf außergewöhnliche Weise begegnen. In Peking erarbeitete er 2008 das Bühnenbild für Peony Pavillion von Fei Bo am National Ballet of China und 2017/18 am National Center for the Performing Arts für den Regisseur Li Liuyi Bühnenbilder für König Lear und Hamlet. In Zürich waren von ihm zuletzt 2018 Räume für Ärger im Paradies von Stephan Müller am Schauspielhaus und 2019 Bühnenbilder für Wings of Wax und Stepping Stones von Jiri Kylian im Opernhaus zu sehen. Am Brüssler Opernhaus schuf er 2024/25 die Bühnenbilder für Richard Wagners Siegfried und Götterdämmerung in der Inszenierung von Pierre Audi.

1990 inszenierte er zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit Heiner Goebbels am TAT Frankfurt das Projekt Newtons Casino.

Ab 1993 folgten eigene Inszenierungen für Oper und Schauspiel

in Basel, Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Freiburg, Graz, Hannover, Karlsruhe, München, Paris und Wien.

Von 1998 bis 2004 leitete Simon als Professor für Szenografie an der HFG Karlsruhe die Bühnenbildausbildung und in der gleichen Funktion ab 2008 bis 2021 an der ZHDK Zürich.

2022 erschien im Verlag Theater der Zeit sein Bildband „Fertig gibt’s nicht“ Bühnenbild Prozesse.

Michael Simon is a swiss-german designer and director for ballet, drama and opera. His designs have been seen all over the world from Australia to Canada and the US, from Japan to China and throughout Europe.

He has worked for many years with the choreographers Jiri Kylian and William Forsythe. The titles of some of the works are Gänge, Isabel's Dance, Impressing the Czar, Limb's Theorem , Kaguyahime, Stepping Stones, Whereabouts Unknown, Wings of Wax, Arcimboldo, One of a kind, Doux Messonges and Zugvögel. His working relationship as stage designer with Pierre Audi, director of the Amsterdam Opera started in 1990 with Monteverdi's Il Ritorno d'Ulisse in Patria  and continued until 2025 with the production of the two Wagner operas Siegfried and Götterdämmerung at La Monnaie, Brussels.

Amongst many other designs the most important were Writing to Vermeer, directed by Peter Greenaway and Saskia Boddecke in the Amsterdam opera (1999), Wozzeck at the Brussels opera, directed by David Freemann (2008), Claudel's drama Tête d'or directed by Anne Delbee at Comédie Française, Paris (2006), Die Blinden by Arno Schreier directed by Stephan Müller at Zurich Opera (2011), The Peony Pavilion (2008), and Dunhuang, the light of heart (2017), two ballets by Fei Bo for the National Ballet of China, Beijing. Shakespeare's Lear (2017) and Hamlet (2018) at the National Center of Performing Arts, Beijing, directed by Li Liuyi. 

Michael Simon developed and directed in collaboration with the composer Heiner Goebbels productions like Newtons Casino (1990) and Roman Dogs (1991) for Theater am Turm in Frankfurt. He directed and designed two Ballets for the Bayrischische Staatsoper, In the country of last things (2006), and Der Gelbe Klang (2014). The first contemporary opera he directed was Die Menschen in Basel (1993), followed by Moses and Aron in Bremen (1995) and Fliegender Holländer in Darmstadt (1995). Between 1998 and 2002 his collaboration with conductors and composers like Beat Furrer continued at the opera in Bonn. He staged the world premiere of L'espace dernier by Matthias Pintscher at the Paris Opera Bastille (2004). His latest opera productions were Salome in Braunschweig and Freyschütz in Bern both 2013. Since his debut as drama director with Black Rider 1994 in Dortmund he has been invited to theaters like Schaubühne Berlin, Volksbühne Berlin, Burgtheater Wien, Düsseldorfer Schauspielhaus, Residenztheater München and many more theaters in Austria, Germany and Switzerland.

The question how to reach the audience with issues like immigration became most virulent for Michael Simon in 2014 facing the drama of boat refugees drowning in the Mediterranean Sea. His production of Elfriede Jelineks "Die Schutzbefohlenen" in Freiburg reflected the issue successfully. One year later "Das Schweigende Mädchen" by Jelinek documented the trial of Beate Schäpe, member of the NSU, a german neonazi terrorist group who killed nine immigrants and a german police officer. In 2018 "Kudlich" by Thomas Köck focused on the rightwing populist movement in Austria.
Since 2019 the climate change led to the "New Green Land" project, which is ongoing in the californian desert two hours outside Los Angeles. 

Michael Simon has been teaching stage and lighting design 1998 to 2004 as Professor at HfG Karlsruhe and from 2008 until 2021at ZHdK Zurich. He appeared as guest lectures in Berlin, Hamburg, Munich, Singapore, Beijing, Växjö, Schweden, and Taipeh.

 

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Eigene Texte

Das nackte Stadttheater

Der Weg von der Idee bis zur Realisierung eines Bühnenbildes in der Struktur eines Stadttheaters führt durch einen engen finanziellen Flaschenhals. Der frei verfügbare Etat für das Bühnenbild beträgt in der Regel nur ein Drittel der tatsächlichen Kosten die von der Theaterleitung dafür budgetiert sind. Die restlichen zwei Drittel sind fest gebunden in den Personalkosten der Werkstatt.

Die Kunst des Forschens

Zwischen 1990 und 1994 war das Theater am Turm für meine Entwicklung als Regisseur und Bühnenbildner der wichtigste Ort überhaupt. Die Möglichkeit professionelle Mittel des Stadttheaters mit dem Denken der freien Szene zu kombinieren, haben mir vier außerordentliche Produktionen ermöglicht, die so nie an einem andern Ort hätten entstehen können. Entscheidend dafür war die Entwicklung des...

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Blaubart

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Rechnitz

Ein Gespräch mit Michael Simon über das Zufallsprinzip in der Kunst.

Bühne-Bild

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Kritiken

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In Bern bringt Michael Simon das rätselhafte Prosastück «Blaubart» von Max Frisch auf die Bühne – als vielschichtige Collage zwischen den Sparten.

Kritik zu Blaubart (NZZ)

Das Konzert Theater Bern – hervorgegangen aus der Fusion von Stadttheater und Symphonieorchester Bern – zeigt Max Frischs Blaubart als Spektakel und Zusammenspiel mehrerer Sparten. In Oper und Konzert, Schauspiel und Tanz wird das Stück um den wegen Mordes angeklagten und dann freigesprochenen Arzt inszeniert.

Kritik zu Blaubart (Nachtkritik)

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